Erfolgreiche Rektoratsbesetzung an der KFH Freiburg
Freiburg, den 02. Februar 2009
Unter dem Motto „Wir helfen unserem Rektor, unsere Interessen zu vertreten“, besetzten heute über 160 Studierende das Rektorat der KFH Freiburg. Nach über 10 Stunden Besetzung und Verhandlungen, konnte ein für den jetzigen Zeitpunkt annehmbarer Kompromiss gefunden werden.
Vor vier Tagen, am Donnerstag letzter Woche, haben die Studierenden der Katholischen Fachhochschule (KFH) die Mindestbeteiligung für den Studiengebühren-Boykott erreicht. Seit dem heutigen Montag halten über 40% der zahlungspflichtigen Studierenden die Zahlung der Studiengebühren zurück. In den bisherigen Verhandlungen beharrte das Rektorat darauf, die Boykottierenden unverzüglich zu mahnen. Die Studierenden der KFH fühlten sich durch dieses Vorgehen nicht ernst genommen: "Auf diese Weise werden die laufenden Verhandlungen unnötig vorbelastet" meint Anabel Becker vom "Stuhlkreis gegen Studiengebühren" (SgS), der Vertretung der gebührenFRei-Kampagne an der KFH. Nach dem Scheitern der letzten Verhandlungen heute Morgen wurde ab 11:00 Uhr das Rektorat von über 160 Studierenden friedlich besetzt. Unter dem Motto „Wir helfen unserem Rektor, unsere Interessen zu vertreten“, harrten die BesetzerInnen bei Musik, Spielen und guter Stimmung über 10 Stunden aus. Nach vier Verhandlungsgesprächen wurde ein für den jetzigen Zeitpunkt annehmbarer Kompromiss gefunden. Es wurde erfolgreich eine Verlängerung der Mahnfrist auf 4 Wochen durchgesetzt und zugesichert, dass es zeitnah Gespräche zwischen den Studierenden und den Gesellschaftern geben soll. Denn mit den Gesellschaftern der KFH wollen die Studierenden gerne direkt diskutieren. Das Rektorat zeigte unterdessen Verständnis für den Studentischen Protest und sicherte zudem zu, dass es die Kampagne gegen Studiengebühren in keinster Weise behindern will.
Die Protestierenden an der KFH blieben nicht lange allein. Studierende von allen anderen Freiburger Hochschulen solidarisierten sich mit ihnen und kamen von der PH, EH, MH und der Uni ins KFH-Rektorat.
Die Studierenden setzten hier und heute ein deutliches Zeichen. „Durch diese Besetzung wird unsere Forderung zur Abschaffung von Studiengebühren mit Nachdruck an die Katholische Trägerschaft der Hochschule getragen, aber auch an die Landesregierung Baden-Württembergs“, äußerte sich Tom Peters vom AK Presse der gebührenFRei-Kampagne.
Für Rückfragen und O-Töne stehen Ihnen Anabel Becker, Tom Peters und Jannis Seyfried telefonisch unter 0761/203-2033 oder 0761/682-370 oder aber per Email unter presse@gebuehrenfreiburg.de gerne zur Verfügung.
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